ein Projekt von Eda Özaltay

Grundidee für das Projekt war es, die bildhafte Tessellationen von M.C. Escher auf die dritte Dimension zu bringen. Der niederländische Künstler hatte selbst dazu Proben gemacht, die berühmte „Kreislimit“-Serie, wo er in die hyperbolische Geometrie hineinblickt und ein Poincaré Disk teselliert. Ich wollte dies mit Licht und Schatten versuchen und dabei einen Einblick in parametrisches Design bekommen, mit dem Programm Grasshopper. Es wurde an 2 Modellen von 3D-gedruckten Kugeln gearbeitet. Eine geht von platonischen Körpern aus und das Muster wiederholt sich regelmäßig auf der Kugeloberfläche. Bei der Nordpolprojektion erscheinen die Schatten der Äquatoren als perfekte Kreise und die Winkel zwischen Musterelemente werden behalten, deren Längen nicht. Eine Zentralprojektion ergibt lineare Schatten und ändert Längen und Winkel. Das zweite Modell geht in die entgegengesetzte Richtung und teilt das Muster auf die Kugel so, dass bei der Nordpolprojektion ein sehr regelmäßiges und einheitliches Schattenmuster entsteht, wie ein Schachbrett oder ein Text. Dafür wird das 2D Muster auf den Nordpol gezogen und auf die Kugeloberfläche geworfen. Alle Muster in diesem Projekt sind parametrisch entwickelt, das heißt sie können beliebig modifiziert werden und Änderungen werden automatisch übernommen.